Blindes Vertrauen

Grundschüler meistern Höhlenparcours

Mit verbundenen Augen einen Balken hoch balancieren, nur gehalten von zwei fremden Händen, ist schon ganz schön mutig. Dann aber auch noch in die Tiefe zu springen ohne zu wissen, wie tief es ist, erfordert Selbstbewusstsein und Vertrauen. An beidem scheint es den Steinhagener Grundschülern nicht zu mangeln, denn beim Höhlenparcours der Realschule wagten fast alle den »Sprung ins Ungewisse«.

Während manche locker loshüpften, tasteten andere mit den Zehen erst einmal in der Luft. Was keiner ahnte: Fünf Zentimeter unterhalb der Kiste lag ein Berg aus dicken Matten. Doch die Sporthelfer der Realschule verrieten dies natürlich nicht und so mussten die über 200 Jungen und Mädchen all ihren Mut zusammen nehmen, um es zu wagen.
Der Sprung war das Ende eines Wahrnehmungsparcours, den die Sporthelfer der Realschule gemeinsam mit ihrem Lehrer Christian Rudat und der Referendarin Esther Kiewit für die Grundschüler angelegt hatten. Alle vier gemeindlichen Grundschulen kamen mit ihren Viertklässlern zu diesem außergewöhnlichen Sinneserlebnis. „Es ist bereits das fünfte oder sechste Mal, dass wir einladen“, sagt Christian Rudat. Und alle kommen gern. Die Schüler werden zuerst mit Helm und Augenmaske ausgestattet, dann geht es im Blindflug – immer den Vordermann an die Hand nehmend – in die Turnhalle. Dort erwartet die Schüler ein Parcours mit engen Tunneln aus Matten, flachen Höhlen und einem überdimensionalen »Bällebad«. An einem Seil entlanghangelnd ertasten die Schüler diesen Parcours. 20 Sporthelfer der Realschule sind dabei, um notfalls zu helfen, doch die Schüler halten sich gut. „Ohne die Sporthelfer geht hier gar nichts“, ist Christian Rudat voll des Lobes. „Mit ihnen steht und fällt dieses Angebot.“
Und dass die Sporthelfer alles richtig gemacht haben, sah man an der Begeisterung der jungen Gäste: „Beim Balken hoch, das war schon aufregend“, erzählt der achtjährige Michael. „Ich wusste ja nicht, dass da eine Matte ist.“ Angst vorm Sprung hatte er trotzdem nicht. Überhaupt war bei Michael von Aufregung wenig zu spüren, schließlich wusste er eines schon im Vorfeld des Höhlenparcours: „Das wird cool. Das haben die älteren Schüler uns nämlich schon erzählt.“
Quelle: Haller Kreisblatt
Alle Bilder der Höhlenwanderung gibt es hier!

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