Erinnern und Gedenken

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Auschwitz – 14. Juni bis 18. Juni 2012
Am 13.06.2012 starteten 25 Schülerinnen und Schüler aus dem 10. Jahrgang der Realschule Steinhagen mit vier Betreuern (Johannes Schröder von der Stätte der Begegnung aus Vlotho, Ulrike Kahmann und Anna Schürmann von der Realschule Steinhagen und Konstantin Meier von den Falken) in Richtung Oswiecim (Auschwitz).

Mit viel Spaß, wenig Schlaf und der Spannung, was uns wohl erwarten würde, meisterten wir die 12-stündige Busfahrt. Wir bezogen unsere Tagungsstätte in dem überschaubaren Örtchen und begannen eine Woche, die wohl niemand von uns je vergessen wird.
Bereits am Donnerstag, wenige Stunden nach unserer Ankunft, besichtigten wir das ehemalige Stammlager (Auschwitz I). Die beeindruckende Führung ließ uns die Müdigkeit vergessen, und wir bekamen einen ersten Einblick in den Schwerpunkt unserer Studienfahrt. Wir sahen uns einige der vielen Kasernengebäude an und kamen dabei an Bildern vorbei, bei denen wir schlucken mussten. Besonders nahe gingen die Räume, in denen persönliche Gegenstände aufgehäuft waren, Koffer, Schuhe, Brillen, Bekleidung, etc. Sie machten deutlich, wie viele Menschen damals nicht nur ihr Hab und Gut verloren haben, sondern auch ihre Würde und am Ende auch ihr Leben. Bereits am nächsten Tag sollten wir noch größere Ausmaße dieses Verbrechens kennen lernen, das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.
Schon als wir mit dem Bus dem Gelände entgegenfuhren, blickten sich einige Schüler schockiert um. Während wir von Baracke zu Baracke geführt wurden, sah man, dass alle mit ihren Gedanken beschäftigt waren. Einstimmig können wir sagen, dass dieses Erlebnis wirklich unter die Haut ging und sich sicherlich in unser Gedächtnis einprägen wird.
Ebenfalls unvergesslich war der Samstag in Krakau. Hier erzählte uns Tadeusz Sobolewicz von seinem Leben im KZ. Wie in den Tagen davor, wurden auch hier Tränen weggeblinzelt. Wir schätzten es sehr, einem noch lebenden Zeitzeugen begegnen zu können. Die Fahrt klang mit einer Stadtführung in Krakau (inklusive Besuch des Schindler Museums), einem guten Essen mit musikalischer Untermalung durch drei Künstler, die uns mit Klezmer Musik unterhielten, aus. So wurde Geschichte lernen an einem besonderen Ort über die verschiedenen Sinne zu einem besonderen Erlebnis.

Bericht von Milena Stürz, Klasse 10a

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