PauLa

PauLa – das Team für die Schule
Eine Schulfirma ist die wirklichkeitsnahe und praxisorientierte Form des Wirtschaftskundeunterrichts. Sie muss vieles von dem leisten, was auch ein großes Unternehmen tut – nur in kleinem Maßstab. Waren werden eingekauft, Preise kalkuliert, Werbemaßnahmen abgesprochen und durchgeführt. Die Schülerinnen erstellen eigenständig ihre Dienstpläne und sprechen sich ab, wenn Veränderungen notwendig sind (Praktikum der Klassen 9; Abschlussfahrt der Klassen 10 etc.). Die diensthabenden Verkäuferinnen müssen den Verkauf pünktlich mit Beginn der jeweiligen großen Pausen eröffnen und am Ende der Pause einen sauberen Arbeitsplatz hinterlassen. Verpackungsmaterial muss entsprechend entsorgt werden. Am Ende der letzten Verkaufsphase des Tages (11.35 Uhr bzw. 13.30 Uhr) wird die Tagesabrechnung erstellt: Eintragung der Lieferdaten (Datum und Rechnungsbetrag im Kassenbuch; Abheften des Lieferscheins), Ausfüllen des Abrechungsformulares für den Tag. Damit ist sichtbar, mit welchem Ergebnis der Tagesverkauf abgeschlossen hat. Die Summe der Tageseinnahmen ergibt dann den Monatsumsatz (im Vergleich mit der monatlichen Rechnung des Lieferanten).
Die MitarbeiterInnen lernen auf diese Weise wichtige Grundtätigkeiten des kaufmännischen Arbeitens kennen. Sie übernehmen Verantwortung und müssen sich über zwei Jahre hinweg als zuverlässig erweisen (Pünktlichkeit, Ehrlichkeit). Sie lernen zudem das Arbeiten unter Zeitdruck, denn in den vergleichsweise kurzen Pausen ist ein An-sturm von Kunden zu bewältigen.
Um MitarbeiterIn werden zu können, muss man die nötigen Voraussetzungen mitbringen. Dazu gehören durchschnittliche Leistungen in Mathematik, absolute Zuverlässigkeit und gute Umgangsformen. SchülerInnen der Klassen 8, deren Zuverlässigkeit bekannt ist, werden gezielt angesprochen und für PauLa angeworben – ein Verfahren, mit dem wir gute Erfahrungen gemacht worden haben.
PauLa-MitarbeiterInnen treten den Kunden sachlich und freundlich gegenüber, strahlen dabei aber Selbstbewusstsein aus. Sie sind zwar Dienstleister, aber keine Diener. Bei Konflikten untereinander oder mit Kunden steht die betreuende Lehrkraft als Ansprechpartner zur Verfügung.
Da für den schulischen Lebensbereich vergleichsweise viel Geld bewegt wird, ist Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit ein absolutes Muss. Untreue oder Diebstahl werden mit fristloser Entlassung geahndet, u. U. wird Anzeige erstattet. Zudem müssen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bereit sein, auch bei außerordentlichen Terminen mitzuarbeiten, etwa beim Getränkeverkauf während der Unterstufenparty oder bei Aufführungen der Theater-AG der Schule.
Die MitarbeiterInnen unterzeichnen zu Beginn ihrer Tätigkeit einen Arbeitsvertrag, am Ende der Klasse 10 erhalten sie ein Arbeitszeugnis, das ihre Tätigkeit dokumentiert.
Die Erlöse der PauLa-Arbeit fließen an den Förderverein der Schule – und damit an die Schülerinnen und Schüler der Schule.