FAQ

Hier sind Fragen, die häufig über unsere Schule gestellt werden (und Antworten!). Im Laufe der Zeit kommen immer mehr dazu. Wenn Sie weitere Fragen haben, schicken Sie uns eine mail!

  • Wie lange dauert die Schulpflicht?

    Die Schulpflicht untergliedert sich in eine Vollzeitschulpflicht mit einer Dauer von zehn Schuljahren und eine sich anschließende Berufsschulpflicht in Teilzeitform. Die Vollzeitschulpflicht wird durch den Besuch der Grundschule und einer weiterführenden allgemein bildenden Schule (Hauptschule, Realschule, Gymnasium oder Gesamtschule) erfüllt. Die Berufsschulpflicht wird durch den Besuch der Teilzeitberufsschule erfüllt; sie kann auch durch den Besuch eines allgemeinbildenden Bildungsgangs in einer Schule der Sekundarstufe II erfüllt werden.

    Für Jugendliche ohne Berufsausbildungsverhältnis dauert die Berufsschulpflicht bis zum Ablauf des Schuljahres, in dem die Schülerin oder der Schüler das 18. Lebensjahr vollendet. Für Jugendliche mit Berufsausbildungsverhältnis dauert die Berufsschulpflicht so lange, wie ein Berufsausbildungsverhältnis besteht, das vor Vollendung des 21. Lebensjahres begonnen worden ist.

  • Dürfen Hausaufgaben benotet werden?

    Hausaufgaben ergänzen die schulische Arbeit und können dazu dienen, das im Unterricht Erarbeitete einzuprägen, einzuüben und anzuwenden. Hausaufgaben werden deshalb in der Regel nicht zensiert, sollten jedoch unter pädagogischen Aspekten Anerkennung finden (BASS 12-31 Nr. 1 Randnr. 4)

  • Können Hausaufgaben über das Wochenende aufgegeben werden?

    Von Samstag zu Montag ist ohne Einschränkung aufgabenfrei; dasselbe gilt für alle Tage, denen ein Feiertag vorangeht. In Schulen mit 5-Tage-Woche können von Freitag zu Montag Hausaufgaben gegeben werden, wenn am Freitag kein Nachmittagsunterricht stattfindet oder wenn nicht mehr als zwei Stunden Nachmittagsunterricht erteilt werden (BASS 12-31 Nr. 1 Randnr. 3.1 und 3.2).

  • Müssen Hausaufgaben von der Lehrerin/vom Lehrer nachgesehen werden?

    Hausaufgaben müssen regelmäßig überprüft und für die weitere Arbeit im Unterricht ausgewertet werden (BASS 12-31 Nr. 1, Randnr. 4).

  • Darf die Schule Schülerinnen und Schüler verpflichten, den Schulhof selbst sauber zu halten, oder muss hierfür ein Reinigungsdienst bestellt werden?

    Bildung und Erziehung sind nach der Landesverfassung die Aufgaben des Schulwesens. Der Erziehungsauftrag umfasst neben den in Artikel 7 der Landesverfassung genannten Grundsätzen der Erziehung auch alle Maßnahmen, die erforderlich sind, um die Ordnung in der Schule zu gewährleisten. Denn gemäß § 13 Abs. 1 ASchO kommen Ordnungsmaßnahmen erst in Betracht, wenn erzieherische Maßnahmen nicht ausreichen. Der Stellenwert der erzieherischen Einwirkung ist neuerdings durch eine exemplarische Aufzählung der wichtigsten Einwirkungsmöglichkeiten in § 13 Abs. 3 ASchO deutlich gestärkt worden. Um Schülerinnen und Schüler anzuhalten, Abfälle nicht auf den Schulhof, sondern in dafür vorgesehene Abfallbehälter zu werfen, ist es zulässig, die Reinigung des Schulhofes von den Schülerinnen und Schülern selbst vornehmen zu lassen.

  • Darf die Schule eine Schülerin / einen Schüler vom Unterricht ausschließen?

    Die Klassenkonferenz kann bei Pflichtverletzungen der Schülerinnen und Schüler, insbesondere bei Störung des Unterrichts oder bei Verstößen gegen die Schulordnung oder die Hausordnung, den vorübergehenden Ausschluss vom Unterricht von einem Tag bis zu zwei Wochen beschließen. Der Ausschluss vom Unterricht kann auch auf einzelne Unterrichtsfächer beschränkt werden. Durch den wiederholten Ausschluss vom Unterricht darf in dem selben Unterrichtsfach eine Gesamtdauer von vier Wochen im Schuljahr nicht überschritten werden. Die Schülerin oder der Schüler ist verpflichtet, den versäumten Unterricht nachzuarbeiten. In dringenden Fällen kann die Schulleiterin oder der Schulleiter eine Schülerin oder einen Schüler vorläufig vom Unterricht oder von sonstigen Schulveranstaltungen ausschließen. Ein entsprechender Beschluss der Klassenkonferenz muss unverzüglich nachgeholt werden.

    Die Fachlehrerin oder der Fachlehrer kann eine Schülerin oder einen Schüler von der laufenden Unterrichtsstunde ausschließen, wenn der Unterricht gestört wird (erzieherische Maßnahme).

  • Sind Strafarbeiten in der Schule zulässig?

    Als erzieherische Maßnahme kann das häusliche Nacharbeiten von versäumtem Unterrichtsstoff angeordnet werden. Die häusliche Nacharbeit ist die weniger einschneidende Alternative zur Nacharbeit unter Aufsicht der Lehrkraft.

  • Kann mein Kind unmittelbar vor oder nach den Ferien vom Unterricht befreit werden?

    Das kommt auf den Grund für die beantragte Beurlaubung an. Auf jeden Fall muss nachgewiesen werden, dass die Beurlaubung nicht den Zweck hat, die Schulferien zu verlängern. Damit scheiden Beurlaubungen aus, die z.B. den Zweck haben, günstigere Reisetermine wahrnehmen zu können.

    Beurlaubungsanträge sind schriftlich und rechtzeitig (mindestens eine Woche vorher) an die Schule zu richten.

    vgl.: § 10 ASchO und VV hierzu: BASS 12-52 Nr. 21

  • Mein Kind ist völlig unsportlich. Im Sportunterricht hat es deshalb keinerlei Erfolgserlebnisse und wird auch immer gehänselt. Kann es vom Sportunterricht befreit werden?

    Eine Freistellung vom Sportunterricht ist in aller Regel nur aus gesundheitlichen Gründen möglich. Dies setzt immer die Vorlage eines ärztlichen Attestes voraus. Es gibt ein Formblatt, das der Arzt verwenden sollte.

    Vermeintliche Unsportlichkeit, fehlende Erfolgserlebnisse und Hänseleien durch Mitschülerinnen oder Mitschüler sind keine Gründe für eine Befreiung vom Sportunterricht. In diesen Fällen sollte ein offenes Gespräch mit der Sportlehrerin oder dem Sportlehrer stattfinden.

    vgl.: § 11 Abs. 2 ASchO und VV hierzu: BASS 12-52 Nr. 32

  • Darf die Lehrerin/der Lehrer eine Schülerin oder einen Schüler körperlich züchtigen?

    Die körperliche Züchtigung von Schülerinnen und Schülern ist unzulässig (§ 26 a Abs. 3 Schulverwaltungsgesetz, § 14 Abs. 3 ASchO). Unter körperlicher Züchtigung ist jede Form der Disziplinierung durch körperliche Gewalt zu verstehen (z.B. auch an den Ohren oder Haaren ziehen).

    Körperliche Gewalt von Lehrerinnen oder Lehrern gegenüber Schülerinnen oder Schülern ist zulässig, wenn eine Notwehr- oder Nothilfesituation vorliegt.

  • Wer entscheidet bei widrigen Wetterverhältnissen, ob die Kinder zur Schule müssen oder nicht?

    Die Entscheidung treffen die Erziehungsberechtigten bzw. die volljährigen Schülerinnen und Schüler selbst.

    vgl.: § 9 Abs. 1 ASchO und VV hierzu: BASS 12-52 Nr. 11

  • Welche Leistungen fließen in die Notengebung ein?

    Grundlage der Leistungsbewertung sind alle von der Schülerin oder vom Schüler in Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen, insbesondere schriftliche Arbeiten, mündliche Beiträge und praktische Leistungen. Die Leistungen bei der Mitarbeit im Unterricht sind für die Beurteilung einer Schülerin oder eines Schülers ebenso zu berücksichtigen wie die übrigen Leistungen. Die Lehrkraft hat im Rahmen ihrer pädagogischen Freiheit einen Beurteilungsspielraum bei der Leistungsbeurteilung.

    Ab 01.08.2002 wird unterschieden in „Schriftliche Arbeiten“ und „Sonstige Leistungen“. Zum Beurteilungsbereich der „Sonstigen Leistungen“ gehören alle im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten mündlichen und praktischen Leistungen sowie gelegentliche kurze schriftliche Übungen.