Migrantenförderung

Teilnahme am Herkunftssprachlichen Unterricht

Herkunftssprachlicher Unterricht

Der herkunftssprachliche Unterricht ist ein Angebot für Schülerinnen und Schüler, die zweisprachig aufwachsen. Weitergehende Informationen finden Sie im Bildungsportal www.schulministerium.nrw.de (Schulsystem/Unterricht).

Nach regelmäßigem Besuch des herkunftssprachlichen Unterrichts legen Schülerinnen und Schüler am Ende der Sekundarstufe I eine Prüfung ab. Diese besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil und bewertet sprachliche wie soziokulturelle Fähigkeiten, die im Unterricht erworben wurden.

Für den herkunftssprachlichen Unterricht gelten folgende Vorgaben:

    • Die Lehrpläne für den herkunftssprachlichen Unterricht bestimmen verbindliche sprachliche Lernziele.

  • Am Ende des Besuchs des herkunftssprachlichen Unterrichts nach Klasse 9 oder 10 steht eine Sprachprüfung – eine mindestens gute Leistung in der Sprachprüfung  kann eine mangelhafte Leistung in einer Fremdsprache ausgleichen.

Weiterführende ausführliche Informationen zum herkunftssprachlichen Unterricht sind in dem Erlass „Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte, insbesondere im Bereich der Sprachen“ vom 21. Dezember 2009 zu finden.

Weitere Informationen zum Angebot des Herkunftssprachlichen Unterrichts im Kreis Gütersloh sind ferner unter www.kreis-guetersloh.de zu finden.

Die Anmeldung erfolgt mit der Anmeldung an unserer Schule nur über die Schulleitung!

Ansprechpartnerin: Silvia Liebich (liebich@rs-steinhagen.de)

 

Sprachfesttstellungsprüfungen

Diese und weitere Informationen zu den Modalitäten der Prüfung sind unter www.schulministerium.de (Sprachfeststellungsprüfungen) zu finden:

Die Anmeldung der Schülerinnen und Schüler (10. Klasse) zur Prüfung erfolgt bis zum 15. September jeden Jahres über die Schulleitung.

Ansprechpartnerin: Silvia Liebich (liebich@rs-steinhagen.de)

 

Wann macht man eine Sprachfeststellungsprüfung?

Wenn ausländische oder ausgesiedelte Schülerinnen und Schüler erst im Verlauf der Sekundarstufe I oder zu Beginn der Sekundarstufe II nach Deutschland kommen, können sie häufig nicht all das nachholen, was gleichaltrige Schülerinnen und Schüler in Englisch oder in einer anderen Fremdsprache schon gelernt haben. Für einen Schulabschluss sind aber Kenntnisse in mindestens einer oder auch in zwei Fremdsprachen nachzuweisen.

Das Land Nordrhein-Westfalen gibt ausländischen oder ausgesiedelten Schülerinnen und Schülern durch eine Sprachfeststellungsprüfung die Möglichkeit, ihre Herkunftssprache anstelle einer Pflichtfremdsprache anerkennen zu lassen. Bereits beim Eintritt in die deutsche Schule müssen diese Schülerinnen und Schüler und deren Eltern sich durch die Schule beraten lassen, ob für den angestrebten Schulabschluss voraussichtlich eine Sprachfeststellungsprüfung abgelegt werden kann oder muss. Je nach weiterer Schullaufbahn oder zukünftiger Berufsausbildung kann es erforderlich sein, trotz der vielen nachzuholenden Kenntnisse auch die Pflichtfremdsprache noch zu erwerben. Manchmal ist es ratsam, zunächst versuchsweise und ohne Benotung am Unterricht in der Fremdsprache teilzunehmen.

Schülerinnen und Schüler, die am regulären Fremdsprachenunterricht teilgenommen haben, das dort Geforderte noch nachholen konnten und deren Leistungen benotet wurden, können keine Sprachfeststellungsprüfung ablegen. Die Sprachfeststellungsprüfung dient auch nicht dazu, sich trotz Teilnahme am regulären Fremdsprachenunterricht noch weitere Sprachkenntnisse bescheinigen zu lassen

Eine Sprachfeststellungsprüfung erübrigt sich dann, wenn Schülerinnen und Schüler, die die deutsche Schule erst ab der 7. oder 8. Klasse besuchen, die Möglichkeit haben, am muttersprachlichen Unterricht teilzunehmen. Wenn dieser mindestens drei Wochenstunden umfasst und man ihn regelmäßig besucht, kann die in diesem Unterricht erteilte Note für den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 und für den Sekundarabschluss I auf das Zeugnis übernommen werden. Treffen die zuvor genannten besonderen Bedingungen nicht zu, kann man sich für eine Sprachfeststellungsprüfung melden.

TÖMER

Türkische Sprachzertifikate für Schülerinnen und Schüler

Im Rahmen einer Vereinbarung zwischen dem TÖMER-Institut der Universität Ankara und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen können Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte weiterführender Schulen in Nordrhein-Westfalen die staatlichen türkischen Sprachzertifikate TÖMER erwerben.

Die Prüfungsvorbereitung und die Zertifizierung erfolgen in enger Zusammenarbeit zwischen Schulen in Nordrhein-Westfalen, dem TÖMER-Institut der Universität Ankara und der Stützpunktschule Gesamtschule Berger Feld in Gelsenkirchen.

TÖMER-Zertifikate sind eine wertvolle Zusatzqualifikation für international ausgerichtete Studiengänge und Berufsausbildungen und motivieren Schülerinnen und Schüler durch die Bewährung vor einer staatlichen türkischen Institution.

Die Prüfungen werden für die Referenzniveaus B1, B2 und C1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) angeboten.

B1 ist die erste Stufe der selbstständigen Sprachverwendung und gilt europaweit als Orientierung für den Mittleren Bildungsabschluss, B2 für das Abiturniveau. C1 wird zurzeit für ein Hochschulstudium in der Türkei vorausgesetzt.

Das TÖMER-Institut der Universität Ankara erstellt die Prüfungen und führt sie an den jährlich genannten Prüfungsschulen durch. Dazu werden Prüfungsbeauftragte aus Ankara eingesetzt.

Wir informieren unsere Schülerinnen und Schüler der 10ten Klassen über die Möglichkeit und die Modalitäten des Erwerbs dieses Zertifikats.

 

Informationen zu Prüfungsort und Prüfungszeiten gehen den Prüflingen über die Schulleitungen zu.

Ansprechpartnerin an der Realschule Steinhagen:

Silvia Liebich (liebich@rs-steinhagen.de)